8. Oktober 2011
Von Doreen Kerinnis
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Kultursenatorin Barbara Kisseler vor Ort auf St. Pauli
Am Dienstag, 18. Oktober, besucht unsere Kultursenatorin Barbar Kisseler gemeinsam mit dem St. Paulianer Bürgerschaftsabgeordneten Andy Grote Kultureinrichtungen auf St. Pauli. Erster Anlaufpunkt ist der Rohbau des zukünftigen Mojo-Clubs. Der legendäre Musikclub wird 2012 dank des Engagements der örtlichen SPD wieder an die Reeperbahn 1 zurückkehren! Auf dem Programm steht weiter der Besuch des St. Pauli Museums, das seine einzigartige Sammlung erstmals an einem festen Standort in der Davidstraße zeigt. Ab 19.00 Uhr diskutieren Barbara Kisseler und Andy Grote bei der Veranstaltung “Kulturbaustelle St. Pauli” mit euch im Salon des Schmidt Theater die Entwicklung der Kulturszene sowie die Chancen und Herausforderungen durch die geplanten Neu- und Umbauten auf St. Pauli für die Kulturszene.Kulturbaustelle St. Pauli mit Barbara Kisseler und Andy Grote, MdHB Dienstag | 18. Oktober 2011 | 19.00 Uhr | im Salon Schmidt | Spielbudenplatz 27-28, 2. OG








uka schrieb zu 17. Oktober 2011
Der 1.Kommentar wurde entfernt, deshalb hier noch einmal eine Anwohner-Bitte zum Thema:
Bei der Planung weiterer kommerzieller “Kultur”-Veranstaltungen in St.Pauli sollten unbedingt auch die Interessen der Anwohner berücksichtigt werden!
Die Anwohner haben jetzt schon eine immer höhere Anzahl an Touristen und Veranstaltungen zu erdulden. Diese bringen neben Lärm und Verkehrsproblemen auch eine Menge an Müll mit sich.
Das hat dazu geführt, daß in angrenzenden Straßen die Gehwegreinigung von 2x auf 5 x pro Woche erhöht wurde.
Die Kosten dafür müssen die Anwohner tragen!
Schon im Protokoll des Sanierungsbeirates/steg Hamburg mbH vom 08.12.2010 wird darauf hingewiesen:
“Es wird kritisiert, dass es ein Skandal sei, dass die Stadt mehr Steuern einnehme, die Bewohner jedoch die Reinigungskosten der
durch die Touristen verursachten Verschmutzung zahlen müssten.”
Es sollte dringend dafür gesorgt werden, daß nicht die Anwohner, sondern die Verursacher, d.h. die Veranstalter und Gewerbetreibenden (Schlagermove, Harley Days, Eurovision Song Contest, Red Bull Man Tau, Schleswig Holstein Musik Festival, Latin Summer Night, Winzerfest, Reeperbahnfestival usw usw. dazu 4 x Dom p.a. und Heimspiele des FC St.Pauli usw usw) für die Zusatzkosten der Reinigung aufkommen müssen!
uka schrieb zu 19. Oktober 2011
Beim gestrigen Besuch auf St.Pauli hat die neue Kultursenatorin insgesamt einen sehr freundlichen und eloquenten Eindruck gemacht.
Wenn man auch deutlich merkte: auf St.Pauli wohnt sie nicht!
Und: sie ist leidenschaftliche Verfechterin der Elbphilharmonie: “150 % für die Elbphilharmonie” (hoffentlich bezieht sich das nicht auch auf die Kosten !?
Bezüglich der “Kulturbaustelle St.Pauli” sprach sie denn auch ein wenig zu oft von den “Vertretern der Musikindustrie” von “Hamburg Wirtschaft” und “Hamburg Marketing”. Das klingt nach noch mehr kommerzieller Nutzung, nach noch mehr Touristen nach St.Pauli, nach noch mehr Veranstaltungen in St.Pauli…
So sprach sie auch vom “Gespenst der Gentrifizierung” ! Das hat Andy Grote (der ohnehin einen sehr guten und kompetenten Eindruck machte!) dann glücklicherweise noch korrigiert: Die Gentrifizierung ist in St.Pauli kein Gespenst, sondern ein tatsächliches und ernstes Problem !
Läßt man den Abend etwas sacken, bleibt zumindest bei mir das Gefühl zurück:
Der Kultusenatorin liegt mehr an der Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Tourismus – die Berücksichtigung unkommerzieller Kultur und die Interessen der Anwohner kommen erst an zweiter Stelle.
Das ist schade, weil gerade am Image des Stadtteils muß man inzwischen gar nicht mehr arbeiten.
Im Gegenteil. St.Pauli wird oft genug überrannt von Gästen und Touristen.
Und die Anwohner leiden schon jetzt unter der Vielzahl von Veranstaltungen und den damit vebundenen Beeinträchtigungen.
Viel wichtiger wäre eine bessere Auswahl und eine Begrenzung der Veranstaltungen!
Bleibt zu hoffen, daß sich Andy Grote gegenüber der Frau Kultursenatorin durchsetzen kann.
Denn er kennt und versteht den Stadtteil!